Dürfen Katzen Blumen knabbern?

Es ist Frühling und viele bunte schöne Pflanzen halten bei uns in Garten und Wohnung Einzug. Wir lechzen quasi nach grün und bunt, nach den grauen Wintermonaten. So wie uns, geht es auch unseren Katzen. Deshalb ist es sehr wichtig, sich genau anzugucken, welche Pflanze denn bei uns dekoriert oder gepflanzt wird. Bei vielen Arten ist es bekannt, dass sie giftige Bestandteile enthalten, die für Mensch und Katze problematisch werden können. Hier macht, wie so oft, die Dosis das Gift.

 

Der Grad der Vergiftung kann bei den einzelnen Pflanzen ganz unterschiedlich sein. Bei einigen kommt es nur zu Symptome wie Erbrechen oder Durchfall, während andere durchaus eine tödliche Gefahr darstellen können, wenn Deine Samtpfote sie frisst. Zu den Bekanntesten gehören hier sicherlich die Osterglocken (Narzisse), Tulpen und Hyazinthen.

Manchmal bekommt man aber Pflanzen geschenkt, die man nicht kennt und von denen man nicht gleich weiß, dass sie potenziell giftig sein können. Und so eine Blume, ist die Aschenblume oder auch Teneriffa-Stern oder Läuseblume genannt. Sie ist so schön dekorativ, wie Du auf dem Foto sehen kannst und trotzdem nichts für uns Katzenhalter, leider. So musste mein Geburtstagsgeschenk ausziehen, denn das möchte ich nicht riskieren. Aber warum mache ich mir Sorgen?

 

Diese wunderschöne Pflanze enthält Pyrrolizidinalkaloide und das auch noch in allen Pflanzenteilen, von der schönen Blüte bis zur Wurzel ist alles giftig für unsere Samtpfoten, und zwar für ein Organ, was die Zentrale des Stoffwechsels darstellt- die Leber.

Diese Pyrrolizidinalkaloide sind natürliche Inhaltsstoffe verschiedener Pflanzen. Sie werden als sog. Fraßschutz von den Pflanzen gebildet und kommen in mehr als 6000 Pflanzenarten vor, diese drei Familien betrifft es besonders:

  • Die Korbblütler (Asteraceae)
  • Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae) und
  • Die Rauhblatt- oder Borretschgewächse (Boraginaceae)

Unser Teneriffa -Stern gehört zu den Korbblütlern. Die enthaltenden Pyrrolizidinalkaloide sind auch in kleinsten Mengen gesundheitsschädlich. Sie gelten als giftig für die Leber und werden auch krebserregend eingestuft (Lebensmittelsicherheit beim Menschen).

 

Und unsere Katzen haben ja eine kleine Leberschwäche, genaugenommen eine Glucuronidierungsschwäche.

Das heißt, unseren Samtpfoten fehlt ein Enzym, die Glucuronyltransferase, ein Leber-Enzym.

Aufgabe dieses Enzyms ist der Abbau körperfremder Substanzen, die nicht im Organismus vorkommen und sich nicht natürlich bilden.

Problematisch wird es dadurch, dass die Leber durch die Glucuronidierungsschwäche die giftigen Substanzen nicht vollständig oder nur sehr langsam abbauen kann. Das wiederrum führt zu einer Ansammlung von Substanzen, die für die Katze giftig sind und die sie nicht, wie Beispielsweise der Hund, über die Niere ausscheiden kann. In Folge kommt es zu schleichenden Vergiftungen im Organismus der Katze.

Die Liste der gezeigten Symptome dieser Vergiftungen ist lang und dies stellt hier nur einen Auszug dar:

Appetitlosigkeit

Schuppige und fettige Haut und Fell

Probleme mit dem Bewegungsapparat

Geruch aus dem Maul oder der gesamten Katze

Mattigkeit und fehlende Vitalität

Geschwächtes Immunsystem,

Wiederkehrende Haut- und Ohrenerkrankungen

Uvm.

 

Das so wichtige zentrale Stoffwechselorgan der Katze mehr in den Fokus zu rücken, ist mir ein großen Anliegen, denn viele Baustellen, die sich im Blutbild oft erst spät zeigen, geben uns einen Hinweis auf die Leber. Nehmen wir das Thema doch mal genauer unter die Lupe und gucken uns an, wie Du erkennst, ob Deine Samtpfote Unterstützung für Ihre Leber gebrauchen könnte.

 

Wenn Du mehr zu diesem Thema wissen möchtest, dann reserviere Dir dieses Datum:

Am Samstag, den 11. Juni 2022 nehme ich Dich gerne mit auf eine Reise in die innere Organwelt unserer Katzen. Bequem von zuhause aus kannst Du von 10.00 bis ca. 17.00Uhr mit mir zusammen die Zusammenhänge zwischen Leber, Galle und Darm erkunden und einen Einblick in die Helferlein für die Leber gewinnen.

Anmeldung und weitere Infos findest Du HIER 

Ich freue mich auf Dich!

Herzliche Grüße

Stefanie